Leserbrief 10: Zu dritt?

Frage Lieber Hans Jürgen Martin!
Wir haben Ihr Buch gekauft (gleich am Tag des Zebrafinken-Auftauchens, auch uns hat einer gefunden, vor zwei Tagen, genau wie Sie schreiben :-) ). Und heute bin ich via Kai Alexanders Link auf Sie gekommen und finde Ihre Seiten extrem kompetent und verantwortungsbewußt.
(Auch das über die Rechtsschreibreform gefällt mir sehr gut, aber ich möchte noch auf den österreichischen Aspekt hinweisen – die Ausspracheregel hat zur Folge, daß Kinder in Österreich die Wörter nämlich nicht so schreiben sollen, wie sie sie sprechen, sondern so, wie man sie in Deutschland spricht (!) und gar nicht wissen, wie das ist, z. B. wird zu Joghurt in Österreich Jookurt gesagt, und das ist die offizielle österreichische Ausspracheregel, der auch die SprecherInnen in Rundfunk und Fernsehen folgen etc. etc.)

Vielleicht hätten Sie aber Zeit, kurz Fragen zu beantworten, die immer noch bei uns offen sind?
Können wir Zebrafinken auch zu dritt halten ? Morgen kommen nämlich noch zwei (verpaart) zu uns, zusammen mit unserem Zugang von vorgestern sind das drei. Oder sollen wir ihm noch ein Weibchen kaufen?
    Wir haben 9 Wellensittiche in einer großen Voliere und kennen uns mit diesen sehr gut aus, sind also keine Vogelneulinge, aber einen großen Unterschied zu Zebrafinken gibt es leider doch: letztere brauchen offenbar die Nester immer. Was können wir tun, wenn wir nicht wollen, daß sie sich vermehren? Wir wollen keine kleinen Zebrafinken an irgendwelche dummen Menschen weitergeben, die sie dann vielleicht so halten, wie der gehalten wurde, den wir bekommen haben (er hat leider keine Krallen mehr, nur noch Stümpfchen an den Füßen).

Liebe Grüße und Danke im voraus
Astrid Gruber


Antwort Ob Sie Zebrafinken auch zu dritt halten können?
Natürlich – den Vögeln ist es völlig egal, wie viele Besitzer sie haben ... aber Spaß beiseite:
Drei gleichgeschlechtliche Vögel sind OK, bei einem Mix wird es vermutlich Probleme geben, es sei denn, einer der Vögel kommt wegen seines hohen Alters oder einer Fehlprägung als Partner nicht mehr in Frage und "spielt" den Einsiedler.

Verhindern lassen sich Bruten am besten mit Porzellan-Kunsteiern, die man gegen die Originale austauscht. Das ist schonender als die ständige Eierproduktion und Nestbauten. Mit Wellensittichen sollten Sie Zebrafinken auf keinen Fall zusammenhalten: Die Krummschnäbel beißen nämlich den kleineren Prachtfinken gerne schon mal die Zehen ab, besonders, wenn ein Zebrafink alleine ist und Anlehnung sucht – ich habe das selber schon erlebt!

Ich würde gerne Ihre Bauanleitung in meine Link-Liste aufnehmen, falls (?) jene länger im Internet bleiben soll, und bitte dazu um Ihre Zustimmung.
Viele Grüße nach Österreich,
Hans-Jürgen Martin


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