Leserbrief 14: Voliere, Nachwuchskontrolle, Rupfen ...

Frage Sehr geehrter Herr Martin!
Seit etwa 6 Monaten bin ich Besitzer eines Zebrafinkenpaares, das bei mir derzeit in einem Käfig von 70 x 55 x 35 cm lebt. Nach kurzer Zeit wurden die ersten Junge ausgebrütet, die sich wie auch die bald folgende nächste Generation eigentlich sehr wohl fühlt. Die ersten beiden Jungen, ein hübsches Pärchen, habe ich an einen Freund abgeben können. Die Jungen aus dem nächsten Gelege leben derzeit im Käfig mit ihren Eltern (ein Paar) bzw. in einem zweiten Käfig.

Meine erste Frage wäre, ob sie mir eine Bezugsadresse für eine für Zebrafinken geeignete Zimmervoliere mitteilen könnten. Derzeit sind alle Volieren, die mir angeboten wurden, für Papageien wohl gut geeignet, nicht jedoch für die Zebrafinken (großer Gitterabstand, hohe Bauweise). Vielleicht können Sie mir ja einen Tip geben.

Meine zweite Frage wäre, wie man am sinnvollsten die Zahl des Nachwuchses regelt. Ich habe es inzwischen damit probiert, die Eier aus dem Nistkasten zu entfernen und diese durch Plastikeier zu ersetzen. Dies hat ganz gut geklappt, d.h. die Finken brüteten weiterhin unbeirrt. Nach ca. 14 Tagen habe ich dann die Eier aus dem Nest genommen.

Nach weiteren 10 bis 14 Tagen begannen die Altvögel erneut mit dem Nestbau. Ein Problem was dabei jedoch auftritt ist, das die Altvögel die mit im Käfig lebenden Jungvögel jagten und ihnen auch einige Federn ausrissen, was sie nach dem Entfernen der Eier sofort einstellten. Nistmaterial war zu allen Zeiten in großer Menge vorhanden. Meine dritte Frage wäre nun – ist es normal, daß sich die Finken untereinander "rupfen", oder ist die vielleicht eine Art der Revierverteidigung in den zur Zeit noch zu kleinen Käfig ?
Mein Zoohändler meint, dies sei wohl eher normal, und während der Brutzeit sei dies auch bei einzeln gehaltenen Paaren normal – was ich nicht so recht glauben kann.

Im übrigen haben mir Ihre Web-Seiten als auch ihr Buch sehr gefallen. Für eine Beantwortung meiner Fragen wäre ich sehr dankbar! Als Anhang habe ich noch einige Bilder "angehängt".

Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen!
Mike Otto

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Dr. Mike Otto
SHO Pathology
IT-Manager
Institute of Pathology
Langenbeckstr. 1
D-55101 MAINZ
GERMANY
Phone: ++49-6131-17-3136
Fax: ++49-6131-17-6604
e-mail: mailto:otto@pathologie.klinik.uni-mainz.de
Homepage: http://www.uni-mainz.de/~otto


Antwort Antwort zur ersten Frage:

Ja. Ich hoffe, die alten Adressen stimmen noch. Sie könnten mir und anderen Vogelhaltern einen großen Gefallen tun, wenn Sie mir die Ergebnisse eventueller Recherchen bei den folgenden Herstellern/Händlern mitteilen würden:

  1. Amazonas-Volieren. R. Durm. 5439 Hahn bei Marienburg
  2. Brück. 5231 Eichelhardt/Westerwald
  3. Ebeco. Hermannstraße 2–8, 4620 Castrop-Rauxel 2
  4. henava. Am Wasserturm 47, 4420 Coesfeld
  5. Kärchner. Max-Eyth-Straße 19, 7257 Ditzingen 5
  6. Loback. Schmarsauer-Straße 45, 3138 Dannenberg
  7. Theiling. Am Zwickenbach 28, 4520 Melle
  8. Van Keulen, Schumacher. Wahlscheiderstraße 73, 5204 Lohmar 21

Aktualisierte Händleradressen und weitere Literatur und Tips finden Sie vielleicht in der "Info-Zentrale Vogelhaltung". Ergänzungen von Seiten der Leser sind immer willkommen!

Zu Ihrer zweiten Frage: Warum haben Sie denn die Eier schon nach 14 Tagen aus dem Nest genommen? Kein Wunder, daß die Altvögel alsbald wieder mit dem Nestbau begannen!

Zur dritten Frage: Ja, natürlich. In der freien Natur kann der Nachwuchs leicht ausweichen ...

Viel Erfolg! Hans-Jürgen Martin


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