Der Autor
Hans-Jürgen Martin

Liebe Zebrafinkenfreunde,

ich bin Jahrgang 1952, lebe seit meinem zehnten Lebensjahr in einer Stadt im Bergischen Land und beschäftige mich seit einem Vierteljahrhundert mit Zebrafinken. Beruflich bin ich Sprachen- und EDV-Dozent am VHS-HAUS (Schulische Weiterbildung der Volkshochschule) in Düsseldorf.

Wie also komme ich auf Zebrafinken?

Nun, die Biologie, genauer Zoologie, war immer schon meine große Leidenschaft, und ich hätte auch bestimmt Biologie studiert, wenn ich nicht mit den übrigen naturwissenschaftlichen Fächern damals so meine Schwierigkeiten gehabt hätte ... Anderseits wollte es das Schicksal oder besser: ein nachlässiger Zeitgenosse, daß sich vor rund 30 Jahren im Frühjahr ein zimtfarbenes Zebrafinkenweibchen ("Coco") im Garten meiner Eltern einfand und hungrig von den Hirseresten fraß, die meine Mutter aus dem Wellensittichkäfig auf ein Blumenbeet gekippt hatte. Ich erkannte den Vogel schnell als Exoten (zu mehr reichte es damals noch nicht), scheuchte ihn mit einer Wolldecke in den Wintergarten, schloß die Tür und fing ihn ein. Nachdem ich das Weibchen als Zebrafinken bestimmt hatte, suchte ich in den Tierhandlungen ein Männchen, fand es und – nun ja, den Rest können Sie sich denken.

Ich hatte noch weitere Leidenschaften: Heimwerken und Fotografie. Die erste nutzte ich während meines Studiums, meinen Prachtfinken eine kleine Voliere zu bauen: Vögel müssen fliegen, wenn sie artgerecht leben sollen, und wenn ich sie nicht stundenlang in einem Zimmer fliegen lassen und riskieren wollte, daß sie auch mir eines Tages entfliegen würden, mußte ich eine größere Behausung bauen ... Das andere Hobby, das Fotografieren, ließ mit der Zeit eine kleine Diasammlung von Verhaltensstudien an diesen Prachtfinken entstehen.

Dem Ende des Studiums folgte die Referendarzeit und dieser erst einmal die Zeit der Nebenjobs und Arbeitslosigkeit. Also war genug Zeit, mich mit meinen Tieren intensiver und auch wissenschaftlich zu beschäftigen, was bald zu der Erkenntnis führte, daß es zwar viele wissenschaftliche Abhandlungen über Zebrafinken in Fachzeitschriften gab, aber auf dem Markt kein Buch für den Laien und Prachtfinkenliebhaber. Also entdeckte ich eine weitere Leidenschaft, nahm Kontakt zu einem bedeutenden Tierbuchverlag (G&U in München) auf und schrieb das fehlende Buch selber. Es ist inzwischen in der 16. Auflage erschienen ...

Über die Vogelkunde kam ich übrigens zum Naturschutz, einer Aufgabe, die mehr als nur Hobby sein sollte, nämlich die Verantwortung aller Menschen. Ach ja, ein weiteres schönes Hobby ist das Reisen, zum Beispiel auf den Fünften Kontinent, wo ich "meine" Zebrafinken im australischen outback kennenlernen konnte. Man müßte mehr Zeit und Geld haben ...


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